Teuer Vergnügen
Wirtschaftsfaktor Karneval - Hier müssen Jecken am meisten bezahlen
- Veröffentlicht: 28.02.2025
- 15:33 Uhr
- Lara Teichmanis
Helau, Alaaf und jede Menge Kamelle! Die 5. Jahreszeit macht Deutschlands Straßen wieder bunt und viele Geldbeutel um einige Scheine leerer. Die Wirtschaft profitiert ordentlich von der Feierlaune der Jecken.
Seit Donnerstag (27. Februar) herrscht närrisches Treiben in vielen Teilen Deutschlands, denn: Der Straßenkarneval hat begonnen. Die jecke Zeit sorgt nicht nur für ausgelassene Stimmung, sondern auch für hohe Umsätze. Bundesweit kann die Wirtschaft mit Einnahmen von 2,1 Milliarden Euro rechnen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Karneval in Köln besonders teuer
Ein deutliches Plus im Vergleich zu 2024 (1,7 Milliarden Euro). Grund dafür ist die mit 115 Tagen besonders lange Session. Im Jahr 2023 ergab sich ein Umsatz von mindestens 1,65 Milliarden Euro. Die Menschen geben in dieser Zeit ihr Geld für Kostüme, Essen, Hotels und Veranstaltungen aus, wobei der größte Anteil mit 925 Millionen Euro auf die Gastronomie entfällt. Dies war auch in den Vorjahren nicht anders - 2024 betrug der Umsatz der Gastronomie 770 Millionen Euro und 2023 796 Millionen Euro. Danach folgt der Einzelhandel mit einem Umsatz von 449 Millionen Euro.
Besonders tief in die Tasche greifen müssen Karnevalisten, die in Köln übernachten wollen. Während des Straßenkarnevals kostet eine Übernachtung in Köln im Schnitt 105 Euro mehr als sonst – ein Anstieg von fast 80 Prozent.