Pentagon-Dekret
Trump-Regierung leitet Entlassung von Transgender-Soldaten ein
- Veröffentlicht: 27.02.2025
- 13:27 Uhr
- Damian Rausch
Radikaler Schritt: Die US-Regierung von Donald Trump will Transgender-Personen aus den Streitkräften verbannen.
Das Wichtigste in Kürze
Das Pentagon plant den Ausschluss aller Transgender-Soldat:innen, es sei denn, sie erhalten eine Ausnahmegenehmigung.
Die Trump-Regierung verbietet neue Aufnahmen und geschlechtsangleichende Maßnahmen im Militär.
Bis zu 15.000 Transgender-Soldat:innen könnten betroffen sein.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump treibt den Ausschluss von Transgender-Soldaten aus den Streitkräften weiter voran. Laut einem Memorandum des Verteidigungsministeriums vom 26. Februar sollen Transgender-Personen nicht mehr in die Armee aufgenommen und bestehende Soldat:innen innerhalb von 30 Tagen aus dem Dienst entfernt werden – es sei denn, sie erhalten eine Ausnahmegenehmigung.
Bereits im Januar hatte Trump eine Verfügung unterzeichnet, in der es hieß, ein Mann, der sich als Frau identifiziere, sei "nicht vereinbar mit der Demut und Selbstlosigkeit, die von einem Soldaten verlangt werde", berichtet "n-tv". Anfang Februar stellte das Pentagon dann klar, dass das Militär keine geschlechtsangleichenden Maßnahmen mehr durchführen oder unterstützen werde.
Transgender-Soldaten nicht "vereinbar"
Nun geht das Ministerium unter Verteidigungsminister Pete Hegseth noch weiter. "Es ist die Politik der US-Regierung, hohe Standards für Einsatzbereitschaft, Tödlichkeit, Zusammenhalt, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Einheitlichkeit und Integrität der Soldaten festzulegen", heißt es in dem Dokument. Transgender-Soldaten und Personen mit Geschlechtsdysphorie seien mit diesen Anforderungen "unvereinbar".
Nach offiziellen Angaben dienen mehrere Tausend Transgender-Personen in der Armee, Aktivist:innen sprechen sogar von bis zu 15.000. Insgesamt umfasst das US-Militär etwa 1,3 Millionen aktive Soldat:innen.
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