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Bericht

Schüsse bei Prozess in Bielefeld - Bruder des getöteten Ex-Boxers stellt sich

  • Aktualisiert: 28.02.2025
  • 04:02 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Nach den Schüssen in der Nähe des Landgerichts ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden.
Nach den Schüssen in der Nähe des Landgerichts ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden.© Friso Gentsch/dpa

Nachdem die Polizei mit einem Fahndungsfoto nach ihm gesucht hatte, stellte sich der Tatverdächtige laut einem Bericht nun nach den Schüssen am Landgericht Bielefeld.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der wegen vierfachen versuchten Mordes gesuchte Tatverdächtige stellte sich der Polizei, nachdem er zuvor per Fahndungsfoto gesucht worden war.

  • Bei den Schüssen vor dem Landgericht Bielefeld wurden vier Männer verletzt, die teilweise zum Umfeld des im Prozess angeklagten Mannes gehören.

  • Der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden, äußert sich aber bislang nicht zu den Vorwürfen.

Nach den Schüssen in der Nähe des Landgerichts Bielefeld hat sich der wegen vierfachen versuchten Mordes gesuchte Tatverdächtige nach Informationen der "Bild" der Polizei gestellt. "Die Übergabe erfolgte friedlich und kooperativ", zitierte die Zeitung den Strafverteidiger des Mannes. Laut einer gemeinsamen Mitteilung der Ermittlungsbehörden handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Bruder eines ehemaligen Profiboxers, der 2024 in der Bielefelder Innenstadt erschossen wurde.

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Polizei in Bielefeld
News

Ein Schwerverletzter

Großeinsatz in Bielefeld: Schüsse nahe des Landgerichts - Tatverdächtiger festgenommen

Am Bielefelder Landgericht läuft ein Großeinsatz der Polizei. Es habe einen gezielten Angriff auf Personen gegeben, die mit dem Prozess um einen verstorbenen Profiboxer in Verbindung stehen. Nun wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

  • 26.02.2025
  • 15:09 Uhr

Am Mittwoch (26. Februar) war der Prozess zu dessen Tötung verhandelt worden, bevor die Schüsse fielen. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei wollten sich zunächst offiziell zu dem "Bild"-Bericht äußern.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden durch die Schüsse, die nach Ende eines Prozesstages zur Tötung des ehemaligen Profiboxers Besar Nimani außerhalb des Gerichtsgebäudes abgegeben worden waren, vier Männer verletzt. Die Opfer sind 23, 25, 25 und 63 Jahre alt und gehören teilweise zum Umfeld des angeklagten 34-Jährigen. Die Polizei teilte mit, dass ihr Gesundheitszustand stabil sei.

Das Amtsgericht Bielefeld erließ einen Haftbefehl wegen vierfachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler hatten zuvor per Fahndungsaufruf und Foto nach dem Tatverdächtigen gesucht.

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"Bild": Verdächtiger soll heute Haftrichter vorgeführt werden

Wie die "Bild" weiter berichtet, befindet sich der Verdächtige in Polizeigewahrsam. Am späten Donnerstagabend (27. Februar) sei der Gesuchte gemeinsam mit seinem Strafverteidiger beim Polizeipräsidium in Bielefeld erschienen. Laut der Zeitung erklärte der Strafverteidiger, dass der Termin zuvor mit dem Leiter der Mordkommission abgestimmt worden sei.

Laut Angaben des Strafverteidigers sei die Polizei auf seine Bedingungen eingegangen und habe keine bewaffneten Polizist:innen, oder auf den Verdächtigen gerichtete Schusswaffen bei der Übergabe eingesetzt, berichtete "Bild". Er solle noch heute einem Haftrichter am Amtsgericht Bielefeld vorgeführt werden. Der Tatverdächtige werde sich derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern, erklärte die Polizei. Dies sei vorbehaltlos akzeptiert worden, sodass keine inhaltliche Vernehmung stattgefunden habe.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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