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Gespräche in Washington

Kreml-Berater: Trump-Team hat dritten Weltkrieg verhindert - NATO-Beitritt der Ukraine "nicht möglich"

  • Veröffentlicht: 04.04.2025
  • 13:01 Uhr
  • dpa
Kriill Dmetrijew (rechts) tauscht sich mit US-Vertreter:innen in Washington aus.
Kriill Dmetrijew (rechts) tauscht sich mit US-Vertreter:innen in Washington aus.© Evelyn Hockstein/Pool Reuters/dpa

Nähern sich die USA und Russland wieder an? Nach Ansicht des russischen Unterhändlers Kirill Dmitrijew liefen die Gespräche in Washington offenbar vielversprechend: Der Kreml-Berater ist voll des Lobes für die Regierung Trump.

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Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew hat nach Gesprächen in Washington die Regierung von US-Präsident Donald Trump gelobt und weitere Treffen in Aussicht gestellt. In seinem Telegram-Kanal schrieb Dmitrijew, Chef des russischen Fonds für Direktinvestitionen, von konstruktiven Treffen. Es gebe die Bereitschaft, einen direkten Dialog wiederherzustellen, um Differenzen zu überwinden und die wichtigsten geopolitischen Fragen zu klären.

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In einem Interview im Sender Fox News behauptete der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, dass das Trump-Team nicht nur den Dritten Weltkrieg verhindert, sondern auch Fortschritte für eine Lösung im Ukraine-Krieg erzielt habe. Mit der Feuerpause für Angriffe auf die Energieinfrastruktur sei die erste Deeskalation erreicht worden, sagte Dmitrijew.

Die genaue Gültigkeit dieser von den USA vermittelten Feuerpause ist aber unklar. Moskau und Kiew werfen einander täglich Verstöße vor.

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Sicherheitsgarantien für Ukraine erwähnt

Sicherheitsgarantien für die Ukraine hat Dmitrijew nicht ausgeschlossen. Er habe sich auf Wirtschaft fokussiert und könne nur hypothetisch über dieses spezielle Thema sprechen, sagte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin in einem Interview mit dem Sender Fox News.

"Aber ich denke, dass die Ukraine der NATO beitritt, ist, wie unser Präsident sagte, überhaupt nicht möglich." Das sei weitgehend akzeptiert worden, auch von der Trump-Administration. "Wissen Sie, manche Sicherheitsgarantien in irgendeiner Form könnten akzeptabel sein", führte er aus, bevor er mit einer Frage zu Putins Bereitschaft zu einem Deal unterbrochen wurde. Auf die Frage, ob Moskau die Aufhebung von Sanktionen zur Bedingung einer Feuerpause mache, sagte Dmitrijew, Russland frage derzeit nicht nach einer Aufhebung.

Kreml blockt Diskussion über Sicherheitsgarantien ab

Moskau bremste später den Austausch über mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Das sei ein sehr schwieriges Thema, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Das ist Gegenstand der Verhandlungen und Beratungen." Vorläufig sei es nicht möglich, über irgendetwas Konkretes in diesem Kontext zu sprechen.

In den jüngsten Gesprächen über Auswege aus dem seit mehr als drei Jahren dauernden Krieg hat Russland vor allem Forderungen an die Ukraine gestellt; um Garantien ging es nicht. Für die Ukraine ist aber unverzichtbar, dass eine Friedensregelung sie vor einem möglichen Wiederaufflammen russischer Aggression schützt.

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Gespräche über Zusammenarbeit in der Arktis?

Dmitrijew zufolge wurde über die Aussichten der Rückkehr amerikanischer Investitionen nach Russland beraten und über Möglichkeiten gemeinsamer Projekte. Außerdem ging es demnach um die Zusammenarbeit in der Arktis, bei seltenen Erden und anderen vorrangigen Bereichen. Als seltene Erden werden 17 Metalle bezeichnet, die in vielen täglichen Gebrauchsgegenständen wie Smartphones, Laptops und Fernsehern stecken.

An der Wiederherstellung direkter Flugverbindungen und der Entwicklung von Austausch in den Bereichen Kultur, Tourismus und Religion werde aktiv gearbeitet, schrieb der Unterhändler.

US-Präsident Donald Trump will die zerrütteten Beziehungen zu Russland normalisieren und ein Ende des Ukraine-Kriegs erreichen. Dmitrijew führte als erster Beauftragter des Kremls seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 Gespräche in Washington. Für den Besuch wurden nach US-Medienberichten die Sanktionen zeitweise ausgesetzt, mit denen Putins Sondergesandter für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Staaten belegt ist.

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